Monatsarchiv für May 2007

Die christliche Kirche - eine verfolgte Kirche

In den letzten Tagen habe ich, Anita, mich durch 2ooo Jahre Kirchengeschichte gekämpft. Und wie oft saß ich am Schreibtisch und hätte weinen können über all das Leid, das Menschen, die sich zu Jesus Christus bekannten, über sich ergehen lassen mussten. Christenverfolgungen fanden zwar nicht durchgehend oder an jedem Ort statt. Doch wo sie passierte, da war sie grausam und erbarmungslos. Da waren die Christen im 1. Jh., die von den römischen Machthabern in Zirkusarenen mit Tierfellen bekleidet wurden, um dann von Hunden zerfleischt zu werden, sie wurden gekreuzigt oder bei lebendigem Leib abends als ‘Fackeln’ angezündet, um die Nachtzu erhellen.
Im 3. Jh. wurden unter Kaiser Diolektian christliche Kirchen niedergerissen und Christen wurden gefoltert, um sie zu zwingen, den Glauben abzusagen. Da waren die Waldenser und viele anderen ernsten Christen im Mittelalter, die als sog. ‘Ketzer’ der Inquisition zum Opfer fielen.

Die schlimmsten Christenverfolgungen waren bzw. sind jedoch, man glaubt es kaum, in einem Zeitalter, in dem Fortschritt, Toleranz, Geistesfreiheit und Humanität groß geschrieben wird, in der Neuzeit.

Während der Französischen Revolution mussten 30 000 Priester ins Ausland fliehen, einige gingen in den Untergrund, von denen 1792 bei den Septembermorden in Paris 245 auf dem Schafott landeten.

Er vor rund 100 Jahren wurden die Armenier, übrigens das älteste Volk der Erde, zu Hunderttausenden in einem Völkermord vernichtet.

In Spanien und Mexiko wurden Tausende von Priestern, Mönchen und Nonnen verjagt oder getötet.

Im deutschen Nationalsozialismus standen die deutschen Kirchen, katholischer- wie auch evangelischerseits vor einer Zerreiß- und Bewährungsprobe. So kann man in einem aufgezeichneten Gespräch Hitlers mit Vertrauten nachlesen: “… Das wird mich nicht abhalten, das Christentum mit Stumpf und Stil, mit allen seinen Fasern auszurotten…”. Die Pfarrer/Priester, Oberkirchenräte und Bischöfe wurden abgesetzt und durch sog. ‘Deutsche Christen’ ersetzt. Die Kirchen wurden der Staatsmacht unterworfen. Hunderte von Pfarrer, die sich widersetzt hatten, wurden verhaftet und in Konzentrationslager überführt. Man wollte der Kirche jede Wirkung auf die Öffentlichkeit nehmen. So wurde z.B. christliche Diakonie untersagt und christlichen Verlagen wurde die Papierzustellung abgeschnitten.

Besonders aufhorchen ließ mich, was mit der christlichen Kinder- und Jugendarbeit gemacht wurde: Die evangelischen Jugendorganisationen wurden in die Hitlerjugend eingegliedert, Religionsunterricht, Andachten und Gottesdiensten an Schulen wurden untersagt (ähnlich wurde es unter dem Bolschewismus in Russland gehandhabt).

Die Widerstandsbewegung des sog. ‘Pfarrernotstandes’ und die ‘Bekennende Kirche’, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens gegen die nationalsozialsitische Weltanschauung und ihren Antisemitismus gekämpft hat, schrieb 1945 in ihrem ‘Stuttgarter Schuldbekenntis’.:

“…wir wissen uns mit unserem Volk nicht nur in einer gro0en Gemeinschaft der Leiden, sondern auch in einer Solidarität der Schuld. Mit großem Schmerz sagen wir: durch uns ist unendliches Leid über viele Völker und Länder gebracht worden. Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu
Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat

aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben.”

Einer der Mitunterzeichner und Verfasser war Martin Niemöller, Gründer des ‘Pfarrernotbundes’ und führender Vertreter der ‘Bekennenden Kirche’. Er brachte selbst jahrelang als ‘persönlicher Gefangender’ Hitlers im Konzentrationslager zu.

Martin Niemöller (1892-1984)

Die christliche Kirche war und ist bis heute eine verfolgte Kirche, wenn auch nicht immer wie zur Zeit in unseren Landen, äußerlich sichtbar. Sie ist Anfrage und Kritik an uns Wohlstands- und Konsumchristen heute. Wo machen wir den Mund auf, wo Unrecht geschieht, wo das christliche Bekenntnis verwässert oder untergeht?

Hätten wir damals gelebt, hätten wie die Stuttgarter Erklärung unterzeichnen können oder hätten wir uns auf die (bequemere) Seite der sog. ‘Deutschen Christen’ gestellt?

Wie ist das mit den Hunderttausenden ungeborenen Kindern jährlich, die in Deutschland das Licht der Welt nicht erblicken dürfen? Wer spricht für Menschen, die nicht sprechen können?

Wie ist es mit dem Religionsunterricht in manchen Bundesländern bestellt? Verschwindet er bald zugunsten eines ‘weltanschaulich neutralen’ Religionsunterrichts heimlich, still und leise aus den Curricula? Man nennt ihn dann einen ‘Werteunterricht’, ‘Lebenskundeunterricht’ oder LER (Lebensgestaltung/Ethik/Religion)- Unterricht wie es ihn schon in manchen nördlichen Bundesländern als Pflichtfach gibt (Religionsunterricht kann z.T. freiwillig zusätzlich besucht werden, aber welcher Schüler macht das schon, angesichts des immer höher werdenden Leisungs-und Zeitdrucks, gerade in den höheren Klassen?). Ich frage mich: Welche Werte werden überhaupt vermittelt und auf welchem Fundament stehen sie? Aber das ist ein anderes Thema.

Anita

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Matthias (admin) am 30. May 2007 in Glaube, Studium und Arbeit

DSL und Telefon

Nun denn. Da wir zwei am 15.7.07 nach Zirndorf ziehen werden und ich dort erreichbar sein möchte, habe ich gestern schon mal DSL und Telefon beantragt bei alice-dsl.de

Was mich letzlich zu meinem neuen Provider überzeugte, waren diverse (wenn auch durchwachsene) Testberichte im Internet und die 4 Wochen Kündigungsfrist. Ich habe einfach keine Lust bei einem Provider, bei dem aktuellen Preiskampf, mich für zwei Jahre vertraglich zu binden. Sollte dies zum von mir gewünschtem Termin bei Alice funktionieren, dann stelle ich mir das “cool” vor. Das erste, was in die Wohnung kommt, ist das Notebook meiner Liebsten und deren Telefon. Dazu mein etwas veralterter Desktop PC mit meinem geliebten “Ubuntu Linux”. Dann wird der Schraubenzieher ausgepackt, der Router an der Wand befestigt und die Welt hat uns wieder. :)

Aber jetzt mal ehrlich, was hat sich da die letzten zwanzig Jahre nur getan? Ich erinnere mich an meinem ersten “Schneider VC Sinclair”, dann folgte der “C64″, dann der “C128″ und irgendwann der “Pentium 1″ usw. War “damals” ein “Datasette” und ein 16k Modem “up too date”, dann ist es heute der “Dualcore Prozessor” usw. Oder, ich bin einfach nur alt geworden.

Matthias

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Matthias (admin) am 29. May 2007 in Computer

Was bloggen …?

Es ist still geworden hier. Und manch einer fragt sich bestimmt, was denn hier (nicht) los ist. Das mit dem bloggen ist so eine Sache. Je mehr ein Mensch erlebt, desto mehr kann dieser bloggen. Dies soll nun nicht bedeuten, dass ich gerade nichts erlebe und dieser Blog deswegen gerade “wie eine Web 2.0 Wüste” erscheint. Nur die Frage des “was” ich erlebe bringt wohl etwas mehr Transparenz in diesen Blog. Ich studiere immer noch für mein Examen. Kirchengeschichte, Altes Testament und Dogmatik. Nun denn, mein Leben spielt sich gerade zu einem Großteil nur an meinem Schreibtisch ab. Was erlebe ich dort … Luther, Mönchtum, Augustinus, Pietismus … Elia … das jüdische Alte Testament, Literarkritik, verschiedene theologische Ansätze, Christologie, Eschatologie usw. ….

Also, mein Leben spielt sich gerade zwischen Schreibtisch und Bett ab. Hin und wieder verlasse ich diesen gewaltigen 2X3 Meter Radius zur Nahrungsaufnahme. Sollte diese aus zeitlichen Gründen scheitern, dann habe ich einen wohldurchdachten Vorrat an Erdnussflips und anderer lebenserhaltenden Dingen parat. Dabei frage ich mich ernsthaft, wer denn das Gerücht vom “faulen Studentenleben” in die Welt gesetzt hatte? Entweder war dies ein Sozialpädagogikstudent in den ersten zwei Semestern, oder einfach nur eine böswillige Verleumdnung.

Matthias

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Matthias (admin) am 28. May 2007 in Studium und Arbeit

Neues Domizil gefunden

Wohnungssuche ist bekanntlich so eine Sache. Man(n) und Frau weiß eigentlich nie genau, was und wer einen letztendlich erwartet? Sind die Nachbarn böswillige Menschen, die einem das Leben zur buchstäblichen Hölle machen? Oder sind die Nachbarn einfach nur nett und es entwickelt sich schlussendlich sogar ein freundschaftliches Verhältnis? Stellt sich die billige Kaltmiete als Nepp heraus, da die Wände schlecht isoliert sind und die Heizwärme mehr den Garten/die Straße erwärmt als das eigene Wohnzimmer …?

Nun denn, wir sind gestern fündig geworden und haben nun ab dem 15.7.07 unser eigenes Domizil:

64 qm, Parkett- oder Laminatböden, alles super renoviert und gepflegt, direkt am Waldrand gelegen, nahe der “Alten Veste”.

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Matthias (admin) am 24. May 2007 in Alltag

Sind zurück

So, nun sind wir zurück vom “Hohenloher Jugendtag”. Es war anstrengend - aber gut. An dieser Stelle möchte ich einfach ein paar Bilder sprechen lassen:

(Der Stand vom “Theologischen Seminar Adelshofen” den wir vertraten)

(Jugendliche während des Lobpreises)

(Die Gesamtübersicht)

An dieser Stelle einen Gruß an die Veranstalter und alle Teens. Auch wenn ich im Vorfeld dachte, dass mehr los wäre, so fand ich die Atmosphäre bei Euch einfach toll und Danke für allen Service und die schöne Übernachtungsmöglichkeit. Wir haben uns sehr gefreut bei Euch zu sein ! Nun heißt es für uns wieder lernen für das Examen.

Matthias

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Matthias (admin) am 13. May 2007 in Alltag

Sind am Wochenende weg …

… zum “Hohenloher Jugendtag”. Dies ist eine größere christliche Jugendveranstaltung. Dort werden wir zwei dann einen Stand vom “Theologischen Seminar Adelshofen” präsentieren und Infomaterial weitergeben (vom “Theologischen Seminar Adelshofen”) und wahrscheinlich viele Gespräche führen. Desweiteren werden wir ein Seminar für Jugendliche mit dem Thema “Männer sind anders - Frauen auch” geben. Ich bin ziemlich gespannt auf dieses Wochenende und werde dann am Montag davon berichten und einige Fotos vom “Hohenloher Jugendtag” hier präsentieren (schlechte Qualität, da ich nur eine Hanycam besitze).

Matthias

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Matthias (admin) am 11. May 2007 in Alltag