Wie privat ist der Mensch? Bestimmt der Einzelne noch, welche Daten preisgegeben werden? Tagesschau.de hat einen meiner Meinung nach sehr guten Film zu diesem relevanten Thema erstellt. Folgende Themen werden behandelt: Überwachungskameras, Vorratsdatenspeicherung, Funkchips, Überwachungsstaat. Gerne würde mich an dieser Stelle auch die Meinung des Lesers zu dem Film und den genannten Themen interessieren: Sind wir auf dem Weg zu immer mehr Transparenz und darf der Staat die Privatssphäre von Bürgern beschneiden? Wenn nein, wie dagegen wehren?
Teil 1 aus dem Tagesschauvideo (Thema: “Überwachungskameras”):
Teil 3 aus dem Tageschauvideo (Thema: “Funkchips”):
An dieser Stelle biete ich den gesamten Film “Alltag Überwachung” zum download an:
Da der letzte Blogbeitrag schon wieder eine Weile her ist, starte ich heute eine neue Serie. Da wir zwei neu in Franken sind, begeben wir uns immer wieder auf kleinere Entdeckungstouren. So auch vor zwei Tagen vor die heimische Haustür. Nur einige hundert Meter von dieser entfernt befindet sich ein geschichtsträchtiger Ort - die “Alte Veste”. Hier fand im dreißigjährigen Krieg eine Schlacht zwischen den katholischen Truppen unter Wallenstein und den evangelischen Truppen unter König Gustav II Adolf von Schweden statt.
Heute sieht man dort noch Ruinenreste und einen Aussichtsturm der 1980 gebaut wurde. Trotz meiner Höhenangst ging ich dort hinauf und habe mit meiner Handykamera diese Bilder geschossen (zuerst auf das kleine Bild klicken, dann auf das große Bild):
[myginpage=Veste]
Etwas mehr über die “Alte Veste” habe ich bei Wikipedia entdeckt. Und ich kann sagen, dass ich nur einige hundert Meter von diesem geschichtsträchtigem Ort entfernt wohne. Dieser schöne Wald lädt mich immer wieder zum Spazieren ein. Ich habe dort einen Ort gefunden, wo ich den “Kopf auslüften” kann. Auch wenn dieser Ort einen tragischen Hintergrund hat: Dort haben sich evangelische und katholische Christen bekämpft. Im Zirndorfer Museum ist diese Schlacht rekonstruiert worden und lässt sich an Hand von einem Modell gut nachvollziehen. Auch wenn dies schon lange her ist, so muss man dieses Stück Geschichte sich doch vergegenwärtigen.
Und ich gehe nun heute dort hin, entspanne und lasse meinen Alltag dort und bete. Die Zeiten sind heute anders. Keine Frage. Aber grenzen wir andere Menschen auf Grunde ihrer Konfession oder Herkunft nicht auch aus? Sicherlich nicht mit der Kanonenkugel. Aber mit dem Herzen?
… frage ich mich? Haben wir Christen uns anstecken lassen von der Hektik der nachpostmodernen Gesellschaft? Hektik auf den Straßen, im Alltag, in unseren Gottesdiensten? Denken wir, dass wir die Hektik dieser Zeit übernehmen müssen, damit wir mithalten können und das Christentum irgendwie “zeitgemäßer” zu gestalten? Meiner Meinung nach ist dies ein Schritt in die falsche Richtung. Sicherlich sollten Gottesdienste so gestaltet sein, dass der nachpostmoderne Mensch die Inhalte versteht. Aber finden sich in den gottesdienstlichen Elementen auch regressive Elemente? Kann ich einfach mal sein, ohne aktiv sein zu müssen? Kann ich still sein vor meinem Gott? Kann ich lauschen? Kann ich sein vor meinem Gott? Ohne den Lärm dieser Welt? Ich erinnere mich an einen Besuch in einer Benediktiberabtei vor über zwei Jahren. Dort war ich drei Wochen in Klausur. Also die Klostertür wurde früh Abends abgeschlossen. Ansonsten bestand der Tagesablauf aus dem liturgischen Chorgebet, Arbeit und Stille. Drei Wochen lang ohne Telefon, ohne Internet. Nur Schweigen,Stille, Chorgebet und Gartenarbeit. Nach drei Wochen verließ ich diesen Ort und der sich mir auftuende Kontrast war gewaltig. Ich brauchte einige Tage um mich wieder an unsere überreizte Welt zu gewöhnen. Nun ist es sicherlich nicht jedem möglich, drei Wochen in einem Kloster zu verbringen. Aber ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass “Gott kennen” auch etwas mit Ruhe und Stille zu tun hat. Haben wir Zeit uns die “Leiden Christi” zu betrachten? Einfach mal sein vor Gott? Warum meinen wir uns “laut und fromm”beschäftigen zu müssen?
“Man muss die kleinen Dinge, aufgrund der Größe Jesu Christi, der sie in uns entstehen lässt und der unser Leben lebt, behandeln als seien sie große und die großenj muss man, aufgrunde seiner Allmacht, behandeln, als seien sie geringfügig und leicht.”
Nun ist es soweit. Seit dem 1.9.07 sind wir nun nicht nur ein Ehepaar - sondern ein “Gemeindepädagogenehepaar”. Dies bedeutet also, dass wir nicht nur eine Ehe führen, sondern in dieser auch noch gemeinsam arbeiten. Wir sind also “Ehepartner und Arbeitskollegen”. Wir sind sehr herzlich (und herzhaft) aufgenommen worden. Dies wären sie dann schon … die news aus unserem Arbeitsleben.