Monatsarchiv für March 2008

Franz von Assisi

Es ist sehr viel über Franz von Assisi geschrieben worden. Nur über Jesus Christus selbst existieren mehr Bücher als über diesen merkwürdigen Mann aus Assisi in Italien, welcher von 1181 bis 1226 lebte. Jemand nannte ihn provokativ “den letzten Christen”. Wer ist dieser Mann, der den Reichtum seines Elternhauses den Rücken zukehrte und Aussätzige seine Brüder nannte? Der die Armut seine Liebste nannte und der diese wie Gold oder einen anderen unermesslichen Schatz eifersüchtig bewachte? Der sich selbst als “idiotas” bezeichnete und dessen Leben schon zu seinen Lebzeiten eine Vielzahl von Nachfolgern hervorrief? Der fröhliche Lieder dichtete und sang? Der oft weinte, weil “die Liebe nicht geliebt wird”. Ich glaube, dass wenn wir versuchen das Leben dieses “merkwürdigen” Mannes ernsthaft zu betrachten, wir vor echten Herausforderungen stehen. Im Kern betrachtet denke ich, dass das Leben des Franziskus das Leben eines Büßers war. Aber nicht einer, der nicht froh über sein Heil gewesen wäre! Und das Leben dieses “merwürdigen Mannes” aus Assisi stellte ein gelebtes Gegenprogramm zu einer reichen und angesehenen Kirche da. Ein Mann ohne modernen theologischen Konstrukte, der die Worte Christi in ganz kindlicher Weise wortwörtlich nahm und darin seine Freiheit fand. Doch was sagt uns das Leben des Franziskus heute? Wo ist uns dieses Leben ein Stachel? Ein Ruf zur Umkehr? Können wir Linien zu unserem Leben hineinziehen lassen und uns in Frage stellen?

Mich stört der Wirtschaftsmaterialismus in unseren Kirchen und Gemeinden schon lange. Können wir noch der kleine Junge aus der “Speisung der 5000″ sein, welcher ein paar Brote und Fisch Christus reicht? Tausende wurden durch den Glauben des kleinen Jungen satt! Wie oft sehe ich, dass wir lieber festhalten und gefangennehmen und dabei innerlich arm und leer leben. Konservieren, statt hinzugeben heißt leider allzuoft die Prämisse des frommen Lebens. Unsere Leidenschaft tauschen wir lieber gegen Konzeptionen aus und probieren dieses oder jenes erfolgsversprechende Konzept. Und hier ist mir in einzigartiger Weise Franz von Assisi ein Bild des gelebten Evangeliums. Wie oft versuchen wir nach “oben” zu streben, sind auf “Erfolge” aus, sind zahlenorientiert mit unserer einlinigen Denkstruktur, ohne den “untersten” Weg zu wählen und zu leben? Wir reden viel von Zahlen und Geldern, übernehmen blind Wirtschaftsprinzipien und orientieren unser Verständnis von Leitung an dieser Wirtschaft, welche es versteht den Menschen auszubeuten und wohl schon Millionen Menschen in der “dritten Welt” die Existenz und das Leben geraubt hat. Welche ihre Arbeiter ausbeutet und Erfolge und Maximierung des Gewinns oberste Prämissen darstellen. Das ganze wird dann schön fromm angemalt und wir fangen an Kirche zu bauen und zu verwalten.

Wann fängt die Kirche wieder an eine erglaubte Kirche zu sein? Eine Kirche, welche im Schmutz unserer Gesellschaft Christus findet? Eine Kirche, welche den untersten Weg wählt? Wo Christen anfangen die modernen Aussätzigen zu umarmen, weil sie Christus umarmen? Franzikus zog sich aus, verließ den “Reichtum” seines Elternhauses, wählte die Armut als seine Liebste, lebte unter den Aussätzigen und sein Leben war nacktes Fleisch.Dem Spott und Hohn seiner Mitmenschen ausgeliefert. Dabei war er kein düsterer Asket, sondern ein froher und singender “Spielmann Gottes”.Manchmal nahm er einen Stock und sang und tanzte, dichtetet fröhliche Lieder. Wir haben Angst “etwas” zu verlieren und berauben uns dabei in viel größerem Maße. Ich glaube, dass wir es geschafft haben, dass Evangelium in viele kleine praktikable Häppchen auseinanderderzudefinieren, statt dass Leben und Glaube eine einzigartige Synthese bilden. Der Wissensstand hat sich heute in unseren Kirchen seit der Reformation gewaltig nach oben hin potenziert. Jeder kann eine Bibel besitzen und sich informieren und “selbst Papst spielen.” Heute spielen wir unser Wissen aus, statt die Worte der Bibel als “Hoffnungsfenster” zu sehen. Worte, welch auf einen höhere Dimension hinweisen, statt sie zum Selbstzweck werden zu lassen. Doch das Evangelium hat seinen Sitz im Leben und nicht in den Köpfen. Im “nackten Fleisch” kam Christus, doch dies scheuen wir. Ein Weg der nach “unten” strebt und die vorherrschenden Werte auf den Kopf stellt. Können wir unser Leben an Christus abtreten und für bedeutungslos erklären, da es gerade dann Bedeutung in Christus erfährt? Die Entscheidung des Franziskus für Schwachheit statt Stärke, Verwundbarkeit statt Rechthaberei, Wahrheit statt Praktikabilität, Ehrlichkeit statt Einfluss steht in einem erstaunlichen Gegensatz zur gängigen Version des Evangeliums einer erfolgsorientieren westlichen Kirche. Mich mahnen die Testamentsworte des Franziskus:

“Predigt das Evangelium. Wenn nötig, dann verwendet Worte dazu.”

Matthias

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Matthias (admin) am 28. March 2008 in Glaube

Entspannung

In ca. 500 Metern bin ich von unserem Haus aus im Wald. Ein schöner und großer Wald, inmitten der Hektik unseres gemeisamen Alltags. Dort suche ich immer wieder Entspannung und kann die Natur genießen. Dort befinde sich die “Alte Veste”. Dies sind die Überreste einer Turmhügelburg aus dem 13. Jahrhundert und heute befindet sich dort ein Aussichtsturm und ein Restaurant. Ebenso ein großer Aussichtsturm und viele Kilometer Wald und ensprechende Stille.  Wer mich näher kennt weiß, dass ich Höhenangst habe. Mittlerweile hat sich diese aber gelegt und ich habe die Gelegenheit genutzt, den Aussichtsturm der “Alten Veste”, welche zum inoffiziellen Wahrzeichen von Zirndorf geworden ist, zu besteigen. Oft ist man dort oben völlig alleine und man kann sprichwörtlich “die Welt hinter unter sich lassen”.
Dort finde ich Zeit und Ruhe, abzuschalten, zur Erholung und schließlich zum Gebet. Der Ausblick ist einfach überwältigend und den möchte ich Euch in diesem von mir gedrehten Video nicht vorenthalten. Das Wetter war zwar sehr düster und die Landschaft von Schnee bedeckt, aber dies schafft durchaus einen schönen Ruhepol.

“Selbst im Schweigen wohnt das Lob Gottes”


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Matthias (admin) am 23. March 2008 in Alltag

Der Teufel …

Worte des Apostels Petrus:

“Seid nüchtern und wacht; denn der Teufel geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht wen er verschlinge. Dem wiedersteht, fest im Glauben und wißt, dass ebendieselben Leiden über eure Brüder in die Welt gehen.”

1. Petrus 5,8.9

Weiter fährt der Apostel Petrus fort:

“Der Gott aller Gnade aber, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.”

1. Petrus 5,10.11

Wie sagte Luther einst so schön:

“Lieber Teufel, kömst du mir zu nahe, so lecke mich im Arsch”.

Der Mann hatte anscheinend trotz mancherlei Leiden eine gewisse Portion Humor …

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Matthias (admin) am 18. March 2008 in Glaube

Unser aktuelles Projekt

Eine coole Kinderbibelwoche unter dem Motto : “Auf Mokassins ins Abenteuerland”. Wird bestimmt spannend und die Vorbereitungen laufen dank vieler fleißiger Hände und Köpfe auf Hochtouren. Wir sind sehr gespannt !

Den kompletten Flyer+Plakat als download:
backside

frontside

Anita und Matthias

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Matthias (admin) am 07. March 2008 in Studium und Arbeit