Über Computer
Wer mich kennt, der weiß, dass ich inzwischen zur Linuxgemeinde gehöre. Insbesondere hat es mir Ubuntu als Betriebssystem für den Desktopbereich angetan und Suse für den Serverbereich. Allerdings sind Computer eine “never ending story”. So ist meine Festplatte bereits sehr betagt und ich benötige dringend eine neue. So ist bei mir demnächst der Einbau einer neuen Festplatte dran und ich muss mein System neu aufsetzen. Ich habe allerdings viele … viele Stunden benötigt, mir mein System so einzurichten, wie es für die alltägliche Arbeit benötige. Nun gut, ich könnte ein komplettes backup meines Systems erstellen und dieses dann auf die neue Festplatte überspielen. Diese Lösung wäre die schnellste. Allerdings wäre es an der Zeit auf eine neue Version meines Betriebssystems umzusteigen. So muss ich meine alten Daten sichern (via USB Festplatte) und das neue System komplett neu aufsetzen. Und da ich ein Individualist bin (was bei Linux nicht ausbleibt), muss ich wieder einmal Stunden damit verbringen diverse Treiber in den Kernel zu kompilieren, Apache, PHP und MySql einrichten und schlussendlich meine alten Daten wieder einspielen.
Für den einen ist der PC “nur” ein Arbeitsgerät, für den anderen hauptsächlich zum spielen da, dem anderen dient der Computer für diverse Multimediaanwendungen usw. Für mich ist er Arbeitsgerät und Broterwerb. Wer hätte dies vor wenigen Jahrzehnten gedacht, dass der Computer ein Standardhaushaltsgerät in all seiner Vielfaltigkeit wird ?
Der Mensch liebt seinen Computer und zugleich hasst er ihn. Mit einem ambivalenten Verhätniss zum “Arbeitsgerät”,
Matthias
Matthias (admin) am May 24th 2008 in Allgemein
Br. Manfred schrieb am 01 Jun 2008 um 09:48 #
Hey Matze - alter Hacker ^^
Es M U S S doch in der Linuxwelt ein Tool geben, mit dem man alle seine Einstellungen etc. sichern kann. Da bei “Euch” die Kernels nur so “flutschen” kann man doch nicht alles 6 Monate seinen Rechner komplett einrichten… ich meine man kann - das habe ich bei Dir gesehen ^^ aber wird das mal nicht zu viel?
Btw: Was machst Du mit Apache und PHP? Schreibst noch Seiten?
LG!
Matthias (admin) schrieb am 01 Jun 2008 um 13:28 #
Bisher ist mir ein solches Tool noch nicht bekannt, zumal es ja auch keine einheitliche Umgebung gibt.
Ein Standardsystem kann man problemlos auf eine neuere Version via upgrade in der shell bekommen. Die alten Pakete werden einfach durch die aktuellen ersetzt.
Ist das System aber stark verändert worden, so zum Beispiel durch externe Treiber usw. wird es mit dem einfachen upgrade meist schwierig. Also ist es dann besser, man bleibt bei einer stabilen Version stehen. So habe ich nun einfach zwei oder drei Versionen ausgesetzt und werde dies auch zukünftig so handhaben. Also einfach die nächste LTS (long time supported) Version abwarten und bei dieser bleiben.
Nur bei einer neuen Hardware wie einer Festplatte lässt es sich in meinem Fall nicht umgehen gleich dass ganze System neu aufzusetzen. Zumindest kenne ich keine andere Lösung.
Zwei Faktoren “zwingen” mich also zum neu aufsetzen:
- neue Festplatte
- Wunsch eine aktuelle Version der Distro zu verwenden
Man kann auch ein komplettes System komprimieren, dann extern abspeichern und wieder einspielen.
Zum Beispiel mit Knoppix ist dies gut möglich.
Allerdings möchte ich gleich ein aktuelles System haben …
Die Apacheumgebung brauche ich meist zum rumbasteln.
Versuche gerade ein dropdown menü für Joomla zu realisieren.
Also entweder bleibt CSS oder Javascript, aber die Integration in Joomla bereitet mich noch Probleme.
Gruß und die besten Segenswünsche
Matthias
Matthias (admin) schrieb am 03 Jun 2008 um 22:15 #
Habe das “Problem” inzwischen gelöst. Das update von Ubuntu ist inzwischen um einiges “schlauer” geworden. So bin ich beim upgarde einige male gefragt worden, ob ich diese oder jene .conf behalten möchte. Na klar, will ich !
So konnte ich meine “damals” mühsam geänderten Treiber und Einstellungen einfach in die aktuelle Ubuntu Version übernehmen. Nun zeigt sich Ubuntu in neuem “Glanz”. Etwas arg Vista-like mit diversen 3D Effekten, drehbaren Arbeitsflächen, transparenten Menüs etc. wer es mag …
Aber auch mit aktuellen Programmen wie Open Office 2.4 etc. So werde ich kommende Woch eine neue Festplatte kaufen, dass komplette System komprimieren, sichern und dann auf der neuen Festplatte neu einspielen. Was die Möglichkeit eines einfachen “dist upgrades” inzwischen gebracht hat, bin ich echt erstaunt. Bisher hieß es tendenziell, alles neu aussetzen, da ein upgrade (fast) immer mit diversen Problemen verbunden war. Die Macher von Ubuntu haben sich da echt in “das Zeug gelegt”.
Selbst codecs werden beim ersten abspielen von diversen Mediadateien automatisch installiert, Grafikkartentreiber automatisch installiert, der Flash-Player in nun Standdard usw.
Wo bleiben da die Defizite, an denen man(n) herumwerkeln kann? (…)
Respekt !
Br. Manfred schrieb am 12 Jun 2008 um 11:40 #
Hey Matze =)
Klingt gut. Linux wird wohl doch irgendwann mal ein echtes Betriebssystem werden
… bin grad in der UniBib an nem Buch vorbei “Firewalls und ipTables unter Linux” .. musste gleich an Dich denken ^^*/
LG!!!
Matthias (admin) schrieb am 12 Jun 2008 um 22:34 #
Machen wenig Sinn … nur im Serverbereich.